Andreas Gryphius
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Andreas Gryphius wurde 1616 in Glogau geboren und starb 1664; er gilt als der bedeutendste deutsche Lyriker des Barock. Er verfasste neben Dramen vor allem Sonette, Oden und Epigramme. Seine Dichtung ist geprägt von der Erfahrung des Dreißigjährigen Krieges, der Zerstörung und der Vergänglichkeit allen Irdischen. Typische Motive sind Eitelkeit, Tod, Verfall und die Nichtigkeit menschlichen Strebens. Gryphius verwendet eine kunstvolle, bilderreiche Sprache mit starken Antithesen und einer oft düsteren, aber zugleich eindringlichen Bildwelt. In Sonetten wie 'Tränen des Vaterlandes' oder 'Es ist alles eitel' verbindet er persönliches Leid mit der Klage über das verwüstete Deutschland. Sein Stil zeigt Einflüsse der lateinischen und niederländischen Literatur sowie der Mystik. Gryphius' Werk hatte großen Einfluss auf die nachfolgende deutsche Literatur und trug zur Entwicklung des deutschen Sonetts bei. Er war auch als Übersetzer und Gelehrter tätig.
