Suche

Suchergebnisse

Nachdenklich, Theodor Fontane, auf Deutsch Filter löschen

NachdenklichTheodor Fontane

Würd’ es mir fehlen, würd’ ich’s vermissen?

Würd’ es mir fehlen, würd’ ich’s vermissen? Heut’ früh, nach gut durchschlafener Nacht, Bin ich wieder aufgewacht. Ich setzte mich an den Frühstückstisch, Der Kaffee war warm, die Semmel war frisch, Ich habe die Morgenzeitung gelesen (Es sind wieder Avancements gewesen). Ich trat ans Fenster, ich sah hinunter, Es trabte wieder, es klingelte munter, Eine Schürze (beim Schlächter) hing über dem Stuhle, Kleine Mädchen gingen nach der Schule — Alles war freundlich, alles war nett, Aber wenn ich weiter geschlafen hätt’ Und tät’ von alledem nichts wissen, Würd’ es mir fehlen, würd’ ich’s vermissen?
NachdenklichTheodor Fontane

Summa Summarum

Eine kleine Stellung, ein kleiner Orden (Fast wär’ ich auch mal Hofrat geworden), Ein bißchen Namen, ein bißchen Ehre, Eine Tochter „geprüft“, ein Sohn im Heere, Mit siebzig ’ne Jubiläumsfeier, Artikel im Brockhaus und im Meyer ... Altpreußischer Durchschnitt. Summa Summarum, Es drehte sich immer um Lirum Larum, Um Lirum Larum Löffelstiel. Alles in allem – es war nicht viel.
NachdenklichTheodor Fontane

Mittag

Am Waldessaume träumt die Föhre, Am Himmel weiße Wölkchen nur; Es ist so still, daß ich sie höre Die tiefe Stille der Natur. Rings Sonnenschein auf Wies’ und Wegen, Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach, Und doch, es klingt, als ström’ ein Regen Leis tönend auf das Blätterdach.
NachdenklichTheodor Fontane

Ausgang

Immer enger, leise, leise Ziehen sich die Lebenskreise, Schwindet hin, was prahlt und prunkt, Schwindet Hoffen, Hassen, Lieben, Und ist nichts in Sicht geblieben, Als der letzte dunkle Punkt.