Gedichten over het onderwerp: wasser

Gedichten over het onderwerp “wasser” op Poets.by.

PeinzendRainer Maria Rilke

Der Schwan

Diese Mühsal, durch noch Ungetanes schwer und wie gebunden hinzugehn, gleicht dem ungeschaffnen Gang des Schwanes. Und das Sterben, dieses Nichtmehrfassen jenes Grunds, auf dem wir täglich stehn, seinem ängstlichen Sich-Niederlassen —: in die Wasser, die ihn sanft empfangen und die sich, wie glücklich und vergangen, unter ihm zurückziehn, Flut um Flut; während er unendlich still und sicher immer mündiger und königlicher und gelassener zu ziehn geruht.
PeinzendJohann Wolfgang von Goethe

Gesang der Geister über den Wassern

Des Menschen Seele Gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, Zum Himmel steigt es, Und wieder nieder Zur Erde muß es, Ewig wechselnd. Strömt von der hohen, Steilen Felswand Der reine Strahl, Dann stäubt er lieblich In Wolkenwellen Zum glatten Fels, Und leicht empfangen Wallt er verschleyernd, Leisrauschend,
DromerigJohann Wolfgang von Goethe

Der Fischer

Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll, Ein Fischer saß daran, Sah nach dem Angel ruhevoll, Kühl bis an’s Herz hinan: Und wie er sitzt und wie er lauscht, Theilt sich die Fluth empor, Aus dem bewegten Wasser rauscht Ein feuchtes Weib hervor. Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm: Was lockst du meine Brut Mit Menschenwitz und Menschenlist Hinauf in Todesgluth? Ach wüßtest du, wie’s Fischlein ist So wohlig auf dem Grund, Du stiegst herunter, wie du bist, Und würdest erst gesund.
DromerigHugo von Hofmannsthal

Reiselied

Wasser stürzt, uns zu verschlingen, Rollt der Fels, uns zu erschlagen, Kommen schon auf starken Schwingen Vögel her, uns fortzutragen. Aber unten liegt ein Land, Früchte spiegelnd ohne Ende In den alterslosen Seen. Marmorstirn und Brunnenrand Steigt aus blumigem Gelände, Und die leichten Winde wehn.
DromerigConrad Ferdinand Meyer

Eingelegte Ruder

Meine eingelegten Ruder triefen, Tropfen fallen langsam in die Tiefen. Nichts das mich verdroß! Nichts das mich freute! Niederrinnt ein schmerzloses Heute! Unter mir – ach, aus dem Licht verschwunden – Träumen schon die schönern meiner Stunden. Aus der blauen Tiefe ruft das Gestern: Sind im Licht noch manche meiner Schwestern?
PeinzendConrad Ferdinand Meyer

Der römische Brunnen

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt Er voll der Marmorschale Rund, Die, sich verschleiernd, überfließt In einer zweiten Schaale Grund; Die zweite giebt, sie wird zu reich, Der dritten wallend ihre Flut, Und jede nimmt und giebt zugleich Und strömt und ruht.