Eduard Mörike
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Septembermorgen
Im Nebel ruhet noch die Welt, Noch träumen Wald und Wiesen: Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, Den blauen Himmel unverstellt, Herbstkräftig die gedämpfte Welt In warmem Golde fließen.
Biografie
Eduard Mörike war ein deutscher Dichter, der von 1804 bis 1875 lebte und als evangelischer Pfarrer und Lehrer tätig war. Er gilt als einer der bedeutendsten Lyriker des 19. Jahrhunderts, dessen Werk zwischen Romantik und Realismus steht. Seine Gedichte thematisieren häufig Natur, Liebe, Vergänglichkeit und das einfache Leben, wobei er eine klare, musikalische Sprache mit volksliedhaften Elementen verbindet. Charakteristisch sind eine feine Beobachtungsgabe und eine oft melancholische, aber nie schwere Stimmung. Er veröffentlichte mehrere Gedichtsammlungen und schrieb zudem Prosa, darunter die bekannte Novelle "Mozart auf der Reise nach Prag". Seine Lyrik wurde von zahlreichen Komponisten vertont, besonders von Hugo Wolf. Durch seine Verbindung von Innigkeit und formaler Meisterschaft prägte er die deutsche Lyrik nachhaltig.
