Jakob van Hoddis
Most common moods
Poems
No poems match these filters.
Reset filtersBiography
Jakob van Hoddis wurde am 16. Mai 1887 als Hans Davidsohn in Berlin geboren und starb 1942 nach der Deportation durch die Nationalsozialisten. Er entstammte einer jüdischen Arztfamilie und studierte zunächst Architektur und Philologie, bevor er sich der Berliner Bohème anschloss. Zusammen mit Kurt Hiller war er an der Gründung des Neopathetischen Cabarets beteiligt, einem Treffpunkt der literarischen Avantgarde. Sein bekanntestes Gedicht "Weltende" erschien 1911 und wurde mit seiner apokalyptischen Vision und dem lakonischen Ton zum programmatischen Text des Expressionismus. Die Gedichte van Hoddis' zeichnen sich durch eine Montage disparater Bilder, Großstadtmotive und eine ironische Distanz zur bürgerlichen Ordnung aus. Er veröffentlichte in Zeitschriften wie "Der Sturm" und "Die Aktion". Ab 1912 verschlechterte sich sein psychischer Zustand, und ab 1914 lebte er dauerhaft in psychiatrischen Einrichtungen. Nach 1933 wurde er als Jude verfolgt und 1942 deportiert und ermordet. Sein schmales lyrisches Werk, das im Wesentlichen aus wenigen Gedichten besteht, übte dennoch nachhaltigen Einfluss auf die expressionistische Generation aus.
