Bumerang — Zusammenfassung

War einmal ein Bumerang; War ein Weniges zu lang. Bumerang flog ein Stück, Aber kam nicht mehr zurück. Publikum – noch stundenlang – Wartete auf Bumerang.

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Ein Bumerang, der ein kleines bisschen zu lang geraten ist, fliegt los – und kehrt nicht zurück. Der Anfang erinnert an ein Märchen, doch das gute Ende bleibt aus. Aus dieser winzigen Abweichung macht Ringelnatz eine kurze, fast märchenhafte Szene: Das Publikum bleibt noch stundenlang stehen und wartet auf etwas, das nicht mehr kommen wird. Gerade das „noch stundenlang“ gibt dem Warten einen fast absurden Ernst. Der Ton ist leicht und spielerisch, fast wie ein Kindervers, aber darunter liegt eine feine Melancholie. Man kennt das Gefühl: Man wartet auf eine Rückkehr, eine Antwort, eine Wendung, die längst ausgeblieben ist. Die komische Übertreibung – stundenlanges Warten auf ein Stück Holz – kippt ins Nachdenkliche. Das Bild des Bumerangs, der eigentlich verlässlich zu seinem Werfer zurückkehren sollte, macht aus dem kleinen Misslingen ein stilles Sinnbild für enttäuschte Erwartung. So entsteht eine Stimmung zwischen Scherz und stiller Enttäuschung, zwischen Unsinn und Wahrheit.

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