Vom Turm aus blickt die Sprecherin auf eine stürmische See und ein Schiff. Sie fühlt sich von Wind und Wellen wild angezogen: Am liebsten würde sie mit dem Sturm ringen, ins tobende Wasser springen oder das Steuer des kämpfenden Schiffes übernehmen. Die Bilder sind voller Bewegung, Kraft und Lust an Gefahr.
Der Schluss macht den Grund dieser Fantasien deutlich. Als Frau bleibt ihr nur, fein und klar dazusitzen wie ein artiges Kind. Die wilde Geste darf sie nur heimlich ausleben: Sie löst ihr Haar und lässt es flattern. So mischt sich in die Sehnsucht nach Freiheit eine leise Bitterkeit über die engen Rollen, die ihr Geschlecht ihr auferlegt. Das wirkt trotzig und voll unterdrückter Energie.