Poems on the topic: himmel

Poems on the topic “himmel” on Poets.by.

DreamyJoseph von Eichendorff

Mondnacht

Es war, als hätt’ der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nun träumen müßt’. Die Luft ging durch die Felder, Die Aehren wogten sacht, Es rauschten leis die Wälder, So sternklar war die Nacht. Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.
ContemplativeFriedrich Schiller

Die Teilung der Erde

Nehmt hin die Welt! rief Zeus von seinen Höhen Den Menschen zu, nehmt, sie soll euer seyn. Euch schenk ich sie zum Erb’ und ew’gen Lehen, Doch theilt euch brüderlich darein. Da eilt was Hände hat, sich einzurichten, Es regte sich geschäftig jung und alt. Der Ackermann griff nach des Feldes Früchten, Der Junker birschte durch den Wald. Der Kaufmann nimmt, was seine Speicher fassen, Der Abt wählt sich den edeln Firnewein, Der König sperrt die Brücken und die Straßen, Und sprach, der Zehente ist mein. Ganz spät, nachdem die Theilung längst geschehen, Naht der Poet, er kam aus weiter Fern’. Ach! da war überall nichts mehr zu sehen, Und alles hatte seinen Herrn!
DreamyFriedrich Hölderlin

Abendphantasie

Vor seiner Hütte ruhig im Schatten sizt Der Pflüger, dem Genügsamen raucht sein Herd. Gastfreundlich tönt dem Wanderer im Friedlichen Dorfe die Abendglocke. Wohl kehren izt die Schiffer zum Hafen auch, In fernen Städten, fröhlich verrauscht des Markts Geschäft’ger Lärm; in stiller Laube Glänzt das gesellige Mahl den Freunden. Wohin denn ich? Es leben die Sterblichen Von Lohn und Arbeit; wechselnd in Müh’ und Ruh’ Ist alles freudig; warum schläft denn Nimmer nur mir in der Brust der Stachel? Am Abendhimmel blühet ein Frühling auf; Unzählig blühen die Rosen und ruhig scheint Die goldne Welt; o dorthin nimmt mich, Purpurne Wolken! und möge droben
DreamyEduard Mörike

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt, Noch träumen Wald und Wiesen: Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, Den blauen Himmel unverstellt, Herbstkräftig die gedämpfte Welt In warmem Golde fließen.
AngryAlfred Lichtenstein

Sommerfrische

Der Himmel ist wie eine blaue Qualle. Und rings sind Felder, grüne Wiesenhügel – Friedliche Welt, du große Mausefalle, entkäm ich endlich dir .. O hätt ich Flügel – Man würfelt. Säuft. Man schwatzt von Zukunftsstaaten. Ein jeder übt behaglich seine Schnauze. Die Erde ist ein fetter Sonntagsbraten, hübsch eingetunkt in süße Sonnensauce. Wär doch ein Wind .. zerriß mit Eisenklauen die sanfte Welt. Das würde mich ergötzen. Wär doch ein Sturm .. der müßt den schönen blauen ewigen Himmel tausendfach zerfetzen.

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