Erzählt wird die nächtliche Bestattung des Gotenkönigs Alarich am Fluss Busento bei Cosenza. Seine Krieger trauern, weil er fern der Heimat und zu früh gestorben ist, noch mit blonden Jugendlocken. Um das Grab vor den Römern zu schützen, leiten sie den Fluss um, heben im trockenen Flussbett eine Grube aus und senken den Toten in voller Rüstung samt Pferd hinein. Dann lassen sie das Wasser zurückströmen, sodass die Wellen das Grab verbergen. Ein Männerchor wünscht dem Toten, keine römische Habgier solle sein Grab je schänden.
Die Verse klingen wie eine alte Sage, in der Natur und Menschen gemeinsam trauern. Das Flüstern des Wassers, die ziehenden Schatten und der Gesang erzeugen eine feierliche, düstere und fast beschwörende Stimmung. Trauer, Stolz und der Wille, den toten Anführer zu ehren, liegen nah beieinander.