Das Huhn — Zusammenfassung

In der Bahnhofhalle, nicht für es gebaut, geht ein Huhn hin und her … Wo, wo ist der Herr Stationsvorsteh’r? Wird dem Huhn man nichts tun? Hoffen wir es! Sagen wir es laut: daß ihm unsre Sympathie gehört, selbst an dieser Stätte, wo es – »stört«!

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Ein Huhn läuft in einer Bahnhofshalle hin und her, obwohl der Ort nicht für es gemacht ist. Der Sprecher beobachtet das Tier mit Sorge: Wo bleibt der Stationsvorsteher? Wird man dem Huhn etwas antun? Die Fragen klingen halb komisch, halb ernst. Statt die typische Reaktion eines Bahnhofs – Ordnung, Vorschriften, Eingreifen – zu übernehmen, ergreift er Partei für den ungebetenen Gast. Er hofft laut, dass man es in Ruhe lässt, und spricht ihm ausdrücklich Sympathie zu, gerade weil es hier als Störung gilt.

Die Stimmung ist warmherzig und verspielt. Das Huhn wirkt wie ein kleines, harmloses Wesen, das in eine technische, geregelte Welt geraten ist. Die Anführungszeichen bei »stört« machen deutlich: Die Störung ist keine echte Bedrohung, sondern eher eine liebenswerte Unregelmäßigkeit. Morgenstern nimmt die Perspektive des Außenseiters ein und wendet den Blick von der Ordnung zur Zuneigung.

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