Ein herbstlicher Nachmittag voll stiller Schwermut: Die Sonne wirkt dünn und zaghaft, Obst fällt von den Bäumen, in blauen Räumen liegt Ruhe. Doch in diese Stille mischen sich Zeichen von Ende und Verfall – metallene Sterbeklänge, ein zusammenbrechendes weißes Tier, verwehte Lieder, Schatten am Hügel, schwarz von Verwesung gesäumt. Sogar das Träumen der „Stirne Gottes“ berührt der Wahnsinn sanft. Die Bilder wirken wie halb geschaute, halb geträumte Eindrücke, die nicht logisch verbunden sind, sondern eine Atmosphäre erzeugen: müde, schön und unheimlich zugleich. In der Schlussstrophe wird die Dämmerung ruhig und weinwarm, traurige Gitarren klingen, und ein Du kehrt wie im Traum zur milden Lampe ins Innere zurück. Der Sprecher nimmt den Nachmittag weniger als Handlung wahr, eher als einen vorüberziehenden Zustand, in dem Natur, Sterben und Seele ineinanderfließen.
In den Nachmittag geflüstert — Zusammenfassung
Sonne, herbstlich dünn und zag, Und das Obst fällt von den Bäumen Stille wohnt in blauen Räumen. Einen langen Nachmittag.
Sterbeklänge von Metall; Und ein weißes Tier bricht nieder. Brauner Mädchen rauhe Lieder Sind verweht im Blätterfall.
Stirne Gottes Farben träumt, Spürt des Wahnsinns sanfte Flügel. Schatten drehen sich am Hügel Von Verwesung schwarz umsäumt.
Dämmerung voll Ruh und Wein; Traurige Guitarren rinnen. Und zur milden Lampe drinnen Kehrst du wie im Traume ein.