Das Karussell — Zusammenfassung

Mit einem Dach und seinem Schatten dreht sich eine kleine Weile der Bestand von bunten Pferden, alle aus dem Land das lange zögert eh es untergeht. Zwar manche sind an Wagen angespannt, doch alle haben Mut in ihren Mienen; ein böser roter Löwe geht mit ihnen und dann und wann ein weißer Elefant.

Sogar ein Hirsch ist da ganz wie im Wald, nur daß er einen Sattel trägt und drüber ein kleines blaues Mädchen aufgeschnallt.

Und auf dem Löwen reitet weiß ein Junge und hält sich mit der kleinen heißen Hand dieweil der Löwe Zähne zeigt und Zunge.

Und dann und wann ein weißer Elefant.

Und auf den Pferden kommen sie vorüber auch Mädchen, helle, diesem Pferdesprunge fast schon entwachsen; mitten in dem Schwunge schauen sie auf, irgendwohin, herüber —

Und dann und wann ein weißer Elefant.

Und das geht hin und eilt sich, daß es endet und kreist und dreht sich nur und hat kein Ziel. Ein Rot, ein Grün, ein Grau vorbeigesendet, ein kleines kaum begonnenes Profil. Und manchesmal ein Lächeln, hergewendet, ein seliges, das blendet und verschwendet an dieses atemlose blinde Spiel.

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Auf einem Jahrmarkt dreht sich ein Karussell: bunte Pferde, ein roter Löwe, ein weißer Elefant, ein Hirsch mit Sattel. Die Pferde stammen, so das Gedicht, aus einem Land, das lange zögert, ehe es untergeht – das klingt märchenhaft und ein wenig melancholisch. Kinder sitzen darauf, ein Junge klammert sich mit heißer Hand an den Löwen, während dieser Zähne und Zunge zeigt; Mädchen winken im Vorbeifahren und lächeln. Die Bewegung ist rastlos und kreist ohne Ziel. Farben und Gesichter huschen vorbei, immer wieder taucht der weiße Elefant wie ein traumhafter Kehrreim auf.

Der Sprecher beobachtet das Treiben aus nächster Nähe, fast gebannt. Er spürt die atemlose Wiederholung, das blendende Glück der Kinder, aber auch die Vergänglichkeit: Das alles dauert nur „eine kleine Weile“. Am Ende verschwendet sich ein seliges Lächeln an dieses atemlose blinde Spiel. So wird das Karussell zum Bild für das Leben selbst – schön, verwirrend, ziellos und flüchtig. Die Stimmung ist verzaubert und leise melancholisch.

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