Ein Panther lebt in einem Käfig, und sein Blick ist vom ständigen Vorbeigehen der Gitterstäbe so müde geworden, dass er nichts mehr festhält. Ihm scheint, als gäbe es tausend Stäbe und dahinter keine Welt. Seine weichen, geschmeidigen Schritte drehen sich im allerkleinsten Kreis, wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der ein großer Wille betäubt steht. Nur manchmal öffnet sich der Vorhang der Pupille lautlos; dann tritt ein Bild ein, geht durch die angespannte Stille der Glieder und hört im Herzen auf zu sein. Die Sprache bleibt ruhig, fast sachlich, aber voll Mitgefühl für das gefangene Tier. Die Stimmung ist still, beklemmend und hoffnungslos. Man fühlt das Eingesperrtsein, den Verlust von Freiheit und das langsame Abstumpfen einer starken Kreatur. Seine Kraft verschwindet nicht; sie hat nur keinen Ausweg mehr. Die äußeren Gitter werden dabei zu einem Bild für innere Grenzen, für das Gefühl, gefangen zu sein und keine Welt mehr hinter den Stäben zu sehen.
Der Panther — Zusammenfassung
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein, geht durch der Glieder angespannte Stille – und hört im Herzen auf zu sein.