Schon der Titel deutet eine militärische Lage an: Ein Mensch bewegt sich durch unübersichtliches Gelände, und alles um ihn herum wird zur Bedrohung. Die Steine sind nicht still, sie „feinden“; ein Fenster „grinst Verrat“, Äste „würgen“, Sträucher „blättern raschlig“. Selbst das Rascheln der Blätter klingt wie ein Warnsignal. Aus unbelebten Dingen werden Täter. Der Sprecher fühlt sich beobachtet und verraten, als hätte die Landschaft sich gegen ihn verschworen. Die Sprache zerfällt in abgehackte Wörter und unvollständige Sätze, wie ein panischer Atem oder ein letzter Schreckensruf. Die plötzlichen Wortfetzen wirken wie Wahrnehmungen im Vorbeigehen, ohne Ruhe, ohne Erklärung. Am Ende bleiben „Gellen“ und das alleinstehende Wort „Tod“. Dadurch entsteht eine klaustrophobische, übernächtigte Stimmung: nirgends Schutz, in jedem Geräusch lauert Gefahr. Die Natur ist hier kein Raum der Ruhe, sondern ein feindlicher Hinterhalt, der den Menschen zu ersticken droht.
Patrouille — Zusammenfassung
Die Steine feinden Fenster grinst Verrat Aeste würgen Berge Sträucher blättern raschlig Gellen Tod.