Das Lied beginnt mit einer absurden, liebevollen Beobachtung: Alle Möwen sehen aus, als hießen sie Emma. Dieser Einfall gibt den Vögeln sofort etwas Persönliches, fast Menschliches. Zwar trägt die Möwe einen weißen Flauschmantel und ließe sich mit Schrot schießen, doch der Sprecher weigert sich: Er schießt keine Möwe tot, lässt sie lieber leben und füttert sie mit Roggenbrot und rötlichen Rosinen. Daraus spricht eine sanfte, friedliche Haltung gegenüber den Tieren. In der letzten Strophe wendet er sich spielerisch an den Menschen: Dessen Flug werde nie an den der Möwe heranreichen. Wer Emma heiße, solle zufrieden sein, ihr wenigstens zu gleichen. Der Ton bleibt leicht und ironisch-zärtlich; hinter dem Scherz steckt der Gedanke, dass Menschen die Möwen nicht beherrschen müssen, sondern sie bewundern und schonen können.
Möwenlied — Zusammenfassung
Die Möwen sehen alle aus, als ob sie Emma hießen. Sie tragen einen weißen Flaus und sind mit Schrot zu schießen.
Ich schieße keine Möwe tot, ich laß sie lieber leben – und füttre sie mit Roggenbrot und rötlichen Zibeben.
O Mensch, du wirst nie nebenbei der Möwe Flug erreichen. Wofern du Emma heißest, sei zufrieden, ihr zu gleichen.