Ein Lampenputzer schließt sich begeistert den Revolutionären an, trägt stolz die Revoluzzermütze und fühlt sich gefährlich. Doch als die anderen Gaslaternen aus dem Boden reißen, um Barrikaden zu bauen, gerät er in einen Gewissenskonflikt: Ausgerechnet diese Laternen sind sein Arbeitsgerät, sein „gutes Leuchtelicht“. Er bittet, sie zu verschonen, und droht sogar, nicht mehr mitzuspielen. Die Revolutionäre lachen nur, die Laternen krachen, und er schleicht weinend nach Hause. Dort schreibt er ein Buch darüber, wie man revoluzzt und dabei doch Lampen putzt.
Das Gedicht wirkt wie eine ironische Charakterstudie. Es macht sich über Menschen lustig, die revolutionär wirken wollen, aber an alten Gewohnheiten und Besitzständen festhalten. Die Sprache ist spielerisch, der Ton spöttisch, aber hinter dem Spott steckt auch eine traurige Wahrheit: Wer nichts aufgeben will, kann sich nicht wirklich verändern.