Der Revoluzzer — Zusammenfassung

War einmal ein Revoluzzer, Im Zivilstand Lampenputzer; Ging im Revoluzzerschritt Mit den Revoluzzern mit.

Und er schrie: „Ich revolüzze!“ Und die Revoluzzermütze Schob er auf das linke Ohr, Kam sich höchst gefährlich vor.

Doch die Revoluzzer schritten Mitten in der Straßen Mitten, Wo er sonsten unverdrutzt Alle Gaslaternen putzt.

Sie vom Boden zu entfernen, rupfte man die Gaslaternen Aus dem Straßenpflaster aus, Zwecks des Barrikadenbaus.

Aber unser Revoluzzer Schrie: „Ich bin der Lampenputzer Dieses guten Leuchtelichts. Bitte, bitte, tut ihm nichts!

Wenn wir ihn’ das Licht ausdrehen, Kann kein Bürger nichts mehr sehen, Laßt die Lampen stehn, ich bitt! Denn sonst spiel’ ich nicht mehr mit!“

Doch die Revoluzzer lachten, Und die Gaslaternen krachten, Und der Lampenputzer schlich Fort und weinte bitterlich.

Dann ist er zuhaus geblieben Und hat dort ein Buch geschrieben: Nämlich, wie man revoluzzt Und dabei doch Lampen putzt.

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Ein Lampenputzer schließt sich begeistert den Revolutionären an, trägt stolz die Revoluzzermütze und fühlt sich gefährlich. Doch als die anderen Gaslaternen aus dem Boden reißen, um Barrikaden zu bauen, gerät er in einen Gewissenskonflikt: Ausgerechnet diese Laternen sind sein Arbeitsgerät, sein „gutes Leuchtelicht“. Er bittet, sie zu verschonen, und droht sogar, nicht mehr mitzuspielen. Die Revolutionäre lachen nur, die Laternen krachen, und er schleicht weinend nach Hause. Dort schreibt er ein Buch darüber, wie man revoluzzt und dabei doch Lampen putzt.

Das Gedicht wirkt wie eine ironische Charakterstudie. Es macht sich über Menschen lustig, die revolutionär wirken wollen, aber an alten Gewohnheiten und Besitzständen festhalten. Die Sprache ist spielerisch, der Ton spöttisch, aber hinter dem Spott steckt auch eine traurige Wahrheit: Wer nichts aufgeben will, kann sich nicht wirklich verändern.

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