Am Abend sitzt der Pflüger ruhig im Schatten, sein Herd raucht, die Glocke läutet; Schiffer kehren heim, der Marktlärm verrauscht, Freunde versammeln sich zum Mahl. In diese friedliche Welt blickt ein Ich, das sich ausgeschlossen fühlt: Während alle Sterblichen von Lohn und Arbeit leben und zufrieden scheinen, schläft in seiner Brust ein Stachel nicht.
Der Abendhimmel verwandelt sich ihm in einen blühenden Frühling mit Rosen und goldener Welt. Es sehnt sich dorthin, möchte in Licht und Luft vergehen, Liebe und Leid hinter sich lassen. Doch der Zauber flieht, dunkel und einsam bleibt es zurück. Am Ende wendet es sich an den Schlaf, gesteht sich ein, dass das Herz zu viel begehrt, und tröstet sich: Die ruhelose, träumerische Jugend wird verglühen, dann kommt ein friedliches, heiteres Alter.