Ein Schiffer kehrt zufrieden von fernen Inseln an den stillen Strom zurück, seine Ernte ist reich. Der Sprecher wünscht sich selbst nichts sehnlicher, als ebenfalls heimzukehren. Doch seine Ernte ist nur Leid. Er fragt die Ufer, die ihn großgezogen haben, und die Wälder seiner Kindheit, ob sie ihm die Ruhe noch einmal schenken können, ob sie seine Liebesleiden stillen. Die Frage bleibt offen, fast wie ein Flehen.
Die Stimmung ist wehmütig und sehnsüchtig: Die Heimat erscheint als Ort möglicher Geborgenheit, aber der Sprecher kann nicht sicher sein, ob er dort noch Trost findet. Der Gegensatz zwischen dem erfolgreichen Schiffer und dem leidgeprüften Ich macht die Entfremdung von der eigenen Herkunft deutlich. Es geht um die Hoffnung, in der Kindheitslandschaft Heilung zu erfahren – und um die Unsicherheit, ob diese Hoffnung trägt.