Die Heimat — Zusammenfassung

Froh kehrt der Schiffer heim an den stillen Strohm Von fernen Inseln, wo er geerndtet hat. Wohl möcht' auch ich zur Heimath wieder; Aber was hab' ich, wie Leid, geerndtet?

Ihr holden Ufer, die ihr mich auferzogt, Stillt ihr der Liebe Leiden? ach, gebt ihr mir, Ihr Wälder meiner Kindheit! wann ich Komme, die Ruhe noch Einmal wieder?

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Ein Schiffer kehrt zufrieden von fernen Inseln an den stillen Strom zurück, seine Ernte ist reich. Der Sprecher wünscht sich selbst nichts sehnlicher, als ebenfalls heimzukehren. Doch seine Ernte ist nur Leid. Er fragt die Ufer, die ihn großgezogen haben, und die Wälder seiner Kindheit, ob sie ihm die Ruhe noch einmal schenken können, ob sie seine Liebesleiden stillen. Die Frage bleibt offen, fast wie ein Flehen.

Die Stimmung ist wehmütig und sehnsüchtig: Die Heimat erscheint als Ort möglicher Geborgenheit, aber der Sprecher kann nicht sicher sein, ob er dort noch Trost findet. Der Gegensatz zwischen dem erfolgreichen Schiffer und dem leidgeprüften Ich macht die Entfremdung von der eigenen Herkunft deutlich. Es geht um die Hoffnung, in der Kindheitslandschaft Heilung zu erfahren – und um die Unsicherheit, ob diese Hoffnung trägt.

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