Ein Tal mit armen Hirten, der erste Lerchenruf des Jahres – dann erscheint das Mädchen, schön und fremd, und niemand weiß, woher es kommt. Jedes Jahr bringt es Blumen und Früchte, die unter einer anderen Sonne, in einer glücklicheren Natur gereift sind. Seine Nähe weitet die Herzen, aber eine stille Würde hält die Menschen zugleich auf Abstand. Alle werden beschenkt, Junge wie Alte; ein liebendes Paar erhält das Schönste. Danach verschwindet es so plötzlich, wie es kam.
Die Stimmung ist hell und sehnsüchtig zugleich. Das Gedicht entwirft ein wohltuendes Wunder, das nicht greifbar wird: eine Gestalt voller Zauber, die aus einer besseren, sonnigeren Welt zu stammen scheint und die Menschen für einen Moment reicher macht. Man kann darin ein Bild für den Frühling, für die Poesie oder für ein kurzes Glück sehen, das sich nicht festhalten lässt.