Zeus ruft den Menschen zu, die Welt zu nehmen und brüderlich zu teilen. Alle stürzen sich auf ihren Anteil: Bauer, Junker, Kaufmann, Abt und König sichern sich Feldfrucht, Jagd, Waren, edlen Wein und den Zehnten. Als der Dichter endlich eintrifft, ist nichts mehr übrig; er klagt, dass ausgerechnet er, Zeus’ treuester Sohn, leer ausgeht. Auf die Frage des Gottes, wo er während der Verteilung gewesen sei, antwortet er: bei dir. Sein Auge hing an Zeus’ Angesicht, sein Ohr an der himmlischen Harmonie; berauscht vom göttlichen Licht habe er das Irdische verpasst. Zeus kann ihm die Welt nicht zurückgeben, öffnet ihm aber den Himmel: Wann immer der Dichter komme, solle er dort bei ihm leben.
Die Szene wirkt heiter und zugleich tröstlich. Der Dichter erscheint weltfremd, fast komisch verspätet, doch gerade seine Versunkenheit ins Göttliche wird belohnt. Statt irdischen Besitzes erhält er dauerhaften Zugang zu einer höheren Sphäre. So entsteht eine leichte, ironische Stimmung mit ernstem Kern: Die Poesie steht außerhalb des Marktes, findet ihre Heimat aber im Ideellen.