Ein Fichtenbaum steht allein auf kahler Höhe im Norden. Eis und Schnee umhüllen ihn, er ist schläfrig, fast erstarrt. Doch in seinem Traum erscheint eine Palme, die fern im Morgenland auf einer glühenden Felsenwand steht. Auch sie ist einsam, schweigt und trauert.
Die beiden Bäume gehören verschiedenen Welten an: der eine lebt in Kälte und Stille, die andere in Hitze und Licht. Sie können einander nie erreichen, teilen aber dieselbe Einsamkeit und dieselbe stille Trauer. So entsteht eine Stimmung von Sehnsucht und sanfter Wehmut. Man kann darin die Sehnsucht nach etwas Unerreichbarem erkennen, vielleicht auch die Vorstellung, dass zwei Wesen im Leid verbunden sind, obwohl Welten sie trennen. Die ruhige, liedhafte Sprache hält diese Trauer sanft und bildhaft.