Gleichförmige »Und«-Sätze reihen Bilder des äußeren Lebens aneinander: Kinder, die unwissend aufwachsen und sterben, Früchte, die fallen und verderben, Wind, Worte, Wege und Orte. Alles erscheint flüchtig, wiederholbar und letztlich ziellos. Aus dieser Betrachtung steigen Fragen auf: Wozu das alles? Was bedeutet der Wechsel von Lachen, Weinen und Erbleichen, wenn der Mensch doch groß und einsam ist und nirgends ein Ziel sucht? Der Sprecher wirkt dabei müde und ernüchtert, fast resigniert.
Dann kippt die Stimmung am Schluss leise: Wer »Abend« sagt, sagt viel, denn aus diesem Wort fließen Tiefsinn und Trauer wie schwerer Honig. Das äußere Leben mag sinnlos scheinen, aber die Sprache birgt darin eine stille, schwere Schönheit. So entsteht eine elegische, nachdenkliche Atmosphäre zwischen Vergeblichkeit und Trost.