In der ersten Strophe fühlt sich der Reisende von feindlichen Kräften umstellt: Wasser stürzt heran, Felsen drohen ihn zu erschlagen, und Vögel kommen, um ihn fortzutragen. Die Sprache wirkt atemlos und beschwörend, voller Angst und Bewegung. Dann wendet sich der Blick nach unten. Dort liegt ein stilles Land, in dessen alterslosen Seen sich Früchte spiegeln. Marmorstirn und Brunnenrand steigen aus blühendem Gelände, leichte Winde wehen. Aus der Bedrohung wird eine fast traumhafte Ruhe. Der Sprecher scheint zwischen Furcht und Sehnsucht zu schweben: Die Reise ist gefährlich, doch das ersehnte Ziel wirkt friedlich, zeitlos und schön. Die zweite Strophe klingt wie ein ruhiges Gegenbild zur ersten, wie eine Vision, die den Schrecken mildert und eine Welt jenseits der Gefahr aufscheinen lässt.
Reiselied — Zusammenfassung
Wasser stürzt, uns zu verschlingen, Rollt der Fels, uns zu erschlagen, Kommen schon auf starken Schwingen Vögel her, uns fortzutragen.
Aber unten liegt ein Land, Früchte spiegelnd ohne Ende In den alterslosen Seen.
Marmorstirn und Brunnenrand Steigt aus blumigem Gelände, Und die leichten Winde wehn.