Beim Spaziergang durch den Wald hat der Sprecher keinen bestimmten Plan; er geht einfach so vor sich hin. Dann entdeckt er im Schatten ein Blümchen, das wie Sterne leuchtet und so schön wie ein Augenpaar aussieht. Er möchte es pflücken, doch in seiner Vorstellung bittet es ihn, es nicht zum Welken abzubrechen. Also gräbt er es mit allen Wurzeln aus, trägt es in den Garten an seinem hübschen Haus und pflanzt es dort ein. Nun kann es immer weiter wachsen und blühen.
Die Szene wirkt sehr zart und friedlich. Aus dem Wunsch, das Schöne zu besitzen, wird Sorge: Statt das Blümchen zu zerstören, schenkt der Sprecher ihm einen geschützten Ort, an dem es weiterleben kann. Die Stimmung ist still, fast märchenhaft, voller Behutsamkeit und stiller Freude am Bewahren. Das kleine Erlebnis zeigt, wie Achtsamkeit aus einem flüchtigen Moment Dauer macht.