Storm beschreibt eine graue Küstenstadt: Nebel liegt schwer auf den Dächern, das Meer rauscht eintönig, kein Wald und kein Vogelgesang beleben die Szene. Nur die Wandergans zieht in der Herbstnacht mit hartem Schrei vorbei, und das Gras weht am Strand. Alles wirkt still, abweisend, fast erstarrt – eine Landschaft ohne Farbe und ohne Leben.
Trotzdem hängt das Herz des Sprechers an dieser Stadt. In der letzten Strophe redet er sie direkt an: „Du graue Stadt am Meer“. Der Zauber seiner Jugend ruht für immer lächelnd auf ihr. Die düstere Umgebung wird so zum Ort einer persönlichen, beinahe zärtlichen Erinnerung. Die graue Farbe steht für Eintönigkeit und Melancholie, aber auch für Vertrautheit. Dadurch entsteht eine wehmütige Stimmung, in der Heimatliebe und Schwermut nicht zu trennen sind.