Juli — Zusammenfassung

Klingt im Wind ein Wiegenlied, Sonne warm herniedersieht, Seine Aehren senkt das Korn, Rothe Beere schwillt am Dorn, Schwer von Segen ist die Flur – Junge Frau, was sinnst du nur?

Show the whole poemHide the poem

App Learn Poems

Probiere die App Learn Poems aus

Alles aus dem Website-Trainer und mehr: neue Übungen, Sprachaufnahme und Teilen, Erinnerungen, schnelles Auffrischen.

Ein Julibild voller Reife: Der Wind klingt wie ein Wiegenlied, die Sonne scheint warm, das Korn senkt die Ähren, rote Beeren schwellen am Dorn, und die Flur liegt schwer von Segen. Alles wirkt friedlich, üppig und in natürlicher Ordnung.

Doch die letzte Zeile wendet sich an eine junge Frau: „Junge Frau, was sinnst du nur?“ Damit bricht in die sommerliche Idylle eine innere Welt ein. Die äußere Natur ist satt und still, aber die Frau ist in Gedanken versunken – vielleicht mit Sorgen, Sehnsucht oder unerfüllten Wünschen. Das Gedicht lebt von diesem Gegensatz zwischen der reifen, stillen Sommerlandschaft und einem unruhigen Herzen. Die Stimmung ist warm und zugleich leicht melancholisch: Die Natur breitet ihren Segen aus, während ein Mensch innerlich woanders ist.

Read also

More by Theodor Storm

All poems
RomanticTheodor Storm

Schließe mir die Augen beide

Schließe mir die Augen beide Mit den lieben Händen zu! Geht doch Alles, was ich leide, Unter deiner Hand zur Ruh.
CheerfulTheodor Storm

Weihnachtslied

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte Ein milder Stern herniederlacht; Vom Tannenwalde steigen Düfte Und hauchen durch die Winterlüfte,
ContemplativeTheodor Storm

Abseits

Es ist so still; die Haide liegt Im warmen Mittagssonnenstrahle, Ein rosenrother Schimmer fliegt Um ihre alten Gräbermale;