Ein Fuchs und ein Igel treffen zufällig auf einem Hügel zusammen. Sofort fährt der Fuchs den Igel als „Bösewicht“ an: Der König habe den Frieden verkündet, und wer noch gerüstet gehe, sündige. Also solle der Igel sein Stachelfell abgeben. Die Szene klingt nach einem offiziellen Befehl, fast nach einem Gericht. Der Igel durchschaut die Heuchelei: Erst sollen dem Fuchs die Zähne gebrochen werden, dann könne man weiterreden. Er rollt sich zu einer dichten Stachelkugel zusammen und trotzt der ganzen Welt.
Der Witz liegt in der Doppelmoral: Der Fuchs ist selbst gefährlich bewaffnet, tut aber so, als sei nur die Verteidigungswaffe des Igels ein Friedensbruch. Busch schlägt damit einen satirischen Ton an – komisch, aber mit bitterem Hintersinn. Der Erzähler steht sichtlich auf der Seite des Igels, der am Ende nicht als Störenfried dasteht, sondern als ein „Friedensheld“, der sich nicht einschüchtern lässt.