Ein Vogel sitzt auf einer Leimrute fest und kann nicht entkommen. Ein schwarzer Kater mit glühenden Augen schleicht näher und klettert immer höher. Die Lage ist aussichtslos, und der Vogel weiß genau, dass er gefressen wird. Doch statt in Panik zu verfallen, beschließt er, seine letzten Augenblicke nicht mit Angst zu verschwenden: Er will noch ein wenig trällern und vergnügt pfeifen wie zuvor. Der Sprecher betrachtet diese Reaktion mit einem Augenzwinkern und zieht trocken den Schluss: Der Vogel hat Humor. Dadurch entsteht eine Mischung aus leiser Bedrohung und komischer Leichtigkeit. Die Gefahr wirkt real, aber die unbekümmerte Haltung des Vogels kippt die Szene ins Aberwitzige. Man lacht nicht über das Unglück, sondern über den trotzigen Einfall, sich den letzten Moment nicht verderben zu lassen.
Es sitzt ein Vogel auf dem Leim — Zusammenfassung
Es sitzt ein Vogel auf dem Leim, Er flattert sehr und kann nicht heim. Ein schwarzer Kater schleicht herzu, Die Krallen scharf, die Augen gluh. Am Baum hinauf und immer höher Kommt er dem armen Vogel näher.
Der Vogel denkt: Weil das so ist Und weil mich doch der Kater frißt, So will ich keine Zeit verlieren, Will noch ein wenig quinquilieren Und lustig pfeifen wie zuvor. Der Vogel, scheint mir, hat Humor.