Ein Ich erlebt sich hier als erlöschend. Die Straßen der Stadt dringen brennend und blendend in seinen „erloschnen Kopf“ ein und tun ihm weh. Schon in der ersten Strophe ist die Todesahnung deutlich: „Ich fühle deutlich, daß ich bald vergeh.“ Der Ausruf an die „Dornrosen meines Fleisches“ klingt wie die Bitte, den eigenen Körper nicht weiter zu quälen. In der zweiten Strophe wird auch die Außenwelt feindselig: Die Nacht „verschimmelt“, das Laternenlicht beschmiert sie mit „grünem Dreck“. Der Körper versagt: Das Herz ist „wie ein Sack“, das Blut „erfriert“, die Augen „stürzen ein“. Alles kippt in einen Endzustand; der Blick richtet sich ganz auf Auflösung und Schmerz. Die Sprache ist hart, bildgewaltig und stark ich-bezogen. Es entsteht eine bedrückende, apokalyptische Stimmung, in der Großstadt, Krankheit und Todesangst zusammenfallen. Der Titel „Punkt“ wirkt dabei wie der Schlusspunkt, auf den alles zuläuft.
Punkt — Zusammenfassung
Die wüsten Straßen fließen lichterloh durch den erloschnen Kopf. Und tun mir weh. Ich fühle deutlich, daß ich bald vergeh – Dornrosen meines Fleisches, stecht nicht so.
Die Nacht verschimmelt. Giftlaternenschein hat, kriechend, sie mit grünem Dreck beschmiert. Das Herz ist wie ein Sack. Das Blut erfriert. Die Welt fällt um. Die Augen stürzen ein.