Das Gebet
Die Rehlein beten zur Nacht, habt acht!
Halb neun!
Halb zehn!
Halb elf!
Halb zwölf!
Zwölf!
Die Rehlein beten zur Nacht, habt acht! Sie falten die kleinen Zehlein, die Rehlein.
Christian Morgenstern
Die Rehlein beten zur Nacht, habt acht!
Halb neun!
Halb zehn!
Halb elf!
Halb zwölf!
Zwölf!
Die Rehlein beten zur Nacht, habt acht! Sie falten die kleinen Zehlein, die Rehlein.
Wie ein kindlicher Blick in eine Waldlichtung, in der alles still und feierlich wird: Die Rehlein beten zur Nacht. Das klingt zart und fast märchenhaft. Das wiederholte „Habt acht!“ wirkt wie eine leise Warnung oder ein Ruf, der die Aufmerksamkeit auf diesen verborgenen Moment lenkt.
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