Du bist wie eine Blume — Zusammenfassung

Du bist wie eine Blume, So hold und schön und rein; Ich schau’ dich an, und Wehmuth Schleicht mir in’s Herz hinein.

Mir ist, als ob ich die Hände Auf’s Haupt dir legen sollt’, Betend, daß Gott dich erhalte So rein und schön und hold.

Show the whole poemHide the poem

App Learn Poems

Probiere die App Learn Poems aus

Alles aus dem Website-Trainer und mehr: neue Übungen, Sprachaufnahme und Teilen, Erinnerungen, schnelles Auffrischen.

Ein Sprecher redet eine geliebte Person an und vergleicht sie mit einer Blume: lieblich, schön und rein. Doch beim Anblick dieser Schönheit empfindet er nicht nur Freude, sondern auch Wehmut, die ihm leise ins Herz schleicht. Die Bewunderung ist zärtlich, aber von einer stillen Traurigkeit getönt. Im zweiten Teil wünscht er sich, der Person die Hände auf den Kopf zu legen und zu beten, dass Gott sie so rein, schön und lieblich erhält. Dadurch entsteht eine fast andächtige, behutsame Stimmung. Die angesprochene Person wirkt zerbrechlich und kostbar, wie etwas, das man schützen möchte. Die schlichte, liedhafte Sprache und die fast gebetsartige Wiederholung am Schluss lassen die Zeilen still und zart klingen, als könnte der Sprecher diese Schönheit nicht besitzen, sondern nur segnen.

Read also

More by Heinrich Heine

All poems
AnxiousHeinrich Heine

Belsatzar

Die Mitternacht zog näher schon; In stummer Ruh lag Babylon. Nur oben, in des Königs Schloß, Da flackert’s, da lärmt des Königs Troß,
DreamyHeinrich Heine

Der Tod, das ist die kühle Nacht

Der Tod das ist die kühle Nacht, Das Leben ist der schwüle Tag. Es dunkelt schon, mich schläfert, Der Tag hat mich müd’ gemacht.
RomanticHeinrich Heine

Die Lotosblume

Die Lotosblume ängstigt Sich vor der Sonne Pracht, Und mit gesenktem Haupte Erwartet sie träumend die Nacht.