Ein Sprecher redet eine geliebte Person an und vergleicht sie mit einer Blume: lieblich, schön und rein. Doch beim Anblick dieser Schönheit empfindet er nicht nur Freude, sondern auch Wehmut, die ihm leise ins Herz schleicht. Die Bewunderung ist zärtlich, aber von einer stillen Traurigkeit getönt. Im zweiten Teil wünscht er sich, der Person die Hände auf den Kopf zu legen und zu beten, dass Gott sie so rein, schön und lieblich erhält. Dadurch entsteht eine fast andächtige, behutsame Stimmung. Die angesprochene Person wirkt zerbrechlich und kostbar, wie etwas, das man schützen möchte. Die schlichte, liedhafte Sprache und die fast gebetsartige Wiederholung am Schluss lassen die Zeilen still und zart klingen, als könnte der Sprecher diese Schönheit nicht besitzen, sondern nur segnen.
Du bist wie eine Blume — Zusammenfassung
Du bist wie eine Blume, So hold und schön und rein; Ich schau’ dich an, und Wehmuth Schleicht mir in’s Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände Auf’s Haupt dir legen sollt’, Betend, daß Gott dich erhalte So rein und schön und hold.