In sechs knappen Zeilen spricht ein Mensch, der sein Leben schwinden sieht. Alles, was einmal laut und grell war – Prahlen, Prunken, Hoffen, Hassen, Lieben – wird still und tritt zurück. Die Lebenskreise ziehen sich „immer enger, leise, leise“ zusammen, als würde der Spielraum des Ichs von außen her kleiner. Was bleibt, ist kein Gefühl und keine Erinnerung, sondern nur „der letzte dunkle Punkt“: ein Bild für das Ende, das unausweichlich im Blickfeld steht. Der Ton ist ruhig, fast nüchtern, aber traurig. Es ist keine Anklage, eher ein leises Feststellen, dass das Lebendige verrinnt. Die Wiederholung „leise, leise“ verstärkt den Eindruck einer sanften, aber unaufhaltsamen Bewegung. So entsteht eine herbstliche, resignative Stimmung, die trotz der Kürze sehr eindringlich wirkt.
Ausgang — Zusammenfassung
Immer enger, leise, leise Ziehen sich die Lebenskreise, Schwindet hin, was prahlt und prunkt, Schwindet Hoffen, Hassen, Lieben, Und ist nichts in Sicht geblieben, Als der letzte dunkle Punkt.