Der Sprecher bittet eine vertraute, geliebte Person, ihm mit ihren lieben Händen beide Augen zu schließen. Es klingt nach einer zärtlichen Geste – fast so, als solle er in Schlaf oder in tiefe Ruhe sinken. Alles, was er leidet, kommt unter dieser Berührung zur Ruhe. Der Schmerz legt sich Welle um Welle schlafen, wird immer leiser, bis nur noch ein letzter Schlag spürbar ist. Am Ende füllt die geliebte Person sein ganzes Herz.
Die Stimmung ist still, innig und ein wenig schwermütig. Man kann die Verse als Moment der Hingabe verstehen, vielleicht auch als Todesnähe oder als Wunsch, im Beisein eines geliebten Menschen loszulassen. Die Sprache ist schlicht, fast wie ein geflüstertes Gebet. Dadurch wirkt das Gedicht sehr unmittelbar: kein lauter Schmerz, sondern ein ruhiges Verebben, das in Trost übergeht.