Weihnachtslied — Zusammenfassung

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte Ein milder Stern herniederlacht; Vom Tannenwalde steigen Düfte Und hauchen durch die Winterlüfte, Und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken, Das ist die liebe Weihnachtszeit! Ich höre fernher Kirchenglocken Mich lieblich heimathlich verlocken In märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder, Anbetend, staunend muß ich stehn; Es sinkt auf meine Augenlider Ein goldner Kindertraum hernieder, Ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

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Das Weihnachtslied von Theodor Storm schildert einen stillen Abend, an dem die Natur selbst weihnachtlich wird: Ein Stern lacht mild herab, Tannenduft zieht durch die kalte Luft, und die Nacht erscheint hell wie von Kerzen. Der Sprecher ist davon freudig überrascht und fühlt sich von fernem Glockenklang in eine märchenhafte, heimatliche Stille gerufen.

Gegen Ende tritt das äußere Bild zurück, und das innere Erleben wird wichtiger. Ein frommer Zauber ergreift den Sprecher, er bleibt staunend und anbetend stehen. Wie ein goldener Kindheitstraum senkt sich eine Erinnerung auf ihn herab, und er spürt: Ein Wunder ist geschehen. So entsteht eine friedliche, fast andächtige Stimmung, in der Weihnachten als Moment der Heimkehr, des Staunens und kindlicher Hoffnung erscheint.

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