In Wilhelm Buschs Versen wird ein Mann beschrieben, der für seine Gemeinde offenbar unverzichtbar war: Schützenfest, Bälle, Pferderennen, Feuerwehrprobe – überall war er tätig, hatte keine freie Stunde. Der Ton ist dabei nicht ernst, sondern übertrieben anerkennend, fast schon spöttisch. Die Pointe kommt am Ende: Als er gestern begraben wurde, war er „richtig auch dabei“. Damit dreht Busch die Redensart um: Der ewig hilfsbereite Aktive ist nun tot, und seine einzige noch mögliche Teilnahme besteht darin, als Leiche bei der eigenen Beerdigung anwesend zu sein. Das Gedicht wirkt heiter und ironisch, nicht traurig. Es macht sich über eine Haltung lustig, bei der jemand immer im Mittelpunkt stehen oder unentbehrlich sein will. Zugleich schwingt vielleicht auch ein kleines Lächeln über all die Ehrenämter mit, die ohne ihn nicht liefen – jetzt läuft es ohne ihn, nur zur Beerdigung ist er noch da.
Wirklich, er war unentbehrlich — Zusammenfassung
Wirklich, er war unentbehrlich! Überall, wo was geschah Zu dem Wohle der Gemeinde, Er war tätig, er war da.
Schützenfest, Kasinobälle, Pferderennen, Preisgericht, Liedertafel, Spritzenprobe, Ohne ihn da ging es nicht.
Ohne ihn war nichts zu machen, Keine Stunde hatt’ er frei. Gestern, als sie ihn begruben, War er richtig auch dabei.