Palmström entfaltet an einem Teich ein großes rotes Taschentuch, auf dem eine Eiche und ein Mensch mit einem Buch abgebildet sind. Als er sich schnäuzen will, hält ihn eine plötzliche Ehrfurcht vor dem Schönen zurück; er gehört zu den Sonderlingen, die solche Regungen unvermittelt packen. Behutsam faltet er das Tuch wieder zusammen und geht fort, ohne es benutzt zu haben. Die Stimme des Gedichts verteidigt ihn: Kein empfindsamer Mensch werde ihn dafür verurteilen. Aus einer alltäglichen, fast komischen Situation wird so eine kleine Feier des Zartgefühls. Der Ton bleibt leise und liebevoll ironisch, nicht spöttisch. Die Stimmung ist heiter-nachdenklich: Man lächelt über den skurrilen Moment, spürt aber zugleich, dass hier jemand das Schöne in einem banalen Gebrauchsgegenstand ernst nimmt und sich ihm fast andächtig nähert.
Palmström — Zusammenfassung
Palmström steht an einem Teiche und entfaltet groß ein rotes Taschentuch: Auf dem Tuch ist eine Eiche dargestellt, sowie ein Mensch mit einem Buch.
Palmström wagt nicht, sich hineinzuschneuzen, - Er gehört zu jenen Käuzen, die oft unvermittelt-nackt Ehrfurcht vor dem Schönen packt.
Zärtlich faltet er zusammen, was er eben erst entbreitet. Und kein Fühlender wird ihn verdammen, weil er ungeschneuzt entschreitet.