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Beliebte Gedichte

FröhlichDetlev von Liliencron

April

Wie der Südwind pfeift, In den Dornbusch greift, Der vor unserm Fenster sprießt. Wie der Regen stürzt Und den Garten würzt Und den ersten Frühling gießt! Plötzlich säumt der Wind, Und der Regen rinnt Spärlich aus dem Wolkensieb. Und die Mühle dreht Langsam sich und steht, Die noch eben mächtig trieb. Schießt ein Sonnenblick Über Feld und Knick, Wie der Blitz vom Goldhelm huscht Und auf Baum und Gras
NachdenklichConrad Ferdinand Meyer

Zwei Segel

Zwei Segel erhellend Die tiefblaue Bucht! Zwei Segel sich schwellend Zu ruhiger Flucht! Wie eins in den Winden Sich wölbt und bewegt, Wird auch das Empfinden Des andern erregt. Begehrt eins zu hasten, Das andre geht schnell, Verlangt eins zu rasten, Ruht auch sein Gesell.
VerträumtConrad Ferdinand Meyer

Stapfen

In jungen Jahren war’s. Ich brachte dich Zurück ins Nachbarhaus, wo du zu Gast, Durch das Gehölz. Der Nebel rieselte, Du zogst des Reisekleids Capuze vor Und blicktest traulich mit verhüllter Stirn. Naß ward der Pfad. Die Sohlen prägten sich Dem feuchten Waldesboden deutlich ein, Die wandernden. Du schrittest auf dem Bord, Von deiner Reise sprechend. Eine noch, Die läng’re, folge drauf, so sagtest du. Dann scherzten wir, der nahen Trennung klug Das Angesicht verhüllend, und du schiedst, Dort wo der First sich über Ulmen hebt. Ich ging denselben Pfad gemach zurück, Leis schwelgend noch in deiner Lieblichkeit, In deiner wilden Scheu, und wohlgemuth
ÄngstlichConrad Ferdinand Meyer

Schwüle

Trüb verglomm der schwüle Sommertag, Dumpf und traurig tönt mein Ruderschlag – Sterne, Sterne – Abend ist es ja – Sterne, warum seid ihr noch nicht da? Bleich das Leben! Bleich der Felsenhang! Schilf, was flüsterst du so frech und bang? Fern der Himmel und die Tiefe nah – Sterne, warum seid ihr noch nicht da? Eine liebe, liebe Stimme ruft Mich beständig aus der Wassergruft – Weg, Gespenst, das oft ich winken sah! Sterne, Sterne, seid ihr nicht mehr da? Endlich, endlich durch das Dunkel bricht – Es war Zeit! – ein schwaches Flimmerlicht – Denn ich wußte nicht wie mir geschah. Sterne, Sterne, bleibt mir immer nah!
NachdenklichConrad Ferdinand Meyer

Säerspruch

Bemeßt den Schritt! Bemeßt den Schwung! Die Erde bleibt noch lange jung! Dort fällt ein Korn das stirbt und ruht. Die Ruh ist süß. Es hat es gut. Hier eins das durch die Scholle bricht. Es hat es gut. Süß ist das Licht. Und keines fällt aus dieser Welt Und jedes fällt wie’s Gott gefällt.
NachdenklichConrad Ferdinand Meyer

Requiem

Bei der Abendsonne Wandern Wann ein Dorf den Strahl verlor, Klagt sein Dunkeln es den andern Mit vertrauten Tönen vor: „Viele Schläge, viele Schläge Thut an einem Tag das Herz, Wenig Schläge, wenig Schläge Thut im Dämmerlicht das Erz!“ Noch ein Glöcklein hat geschwiegen Auf der Höhe bis zuletzt. Nun beginnt es sich zu wiegen, Horch, mein Kilchberg läutet jetzt!

Gedicht des Tages

VerträumtJoseph von Eichendorff

Winternacht

Verschneit liegt rings die ganze Welt, Ich hab’ nichts, was mich freuet, Verlassen steht der Baum im Feld, Hat längst sein Laub verstreuet.

Gedichte verschiedener Stimmungen

Nachdenklich

Stille Gedanken über Zeit, Leben und Sinn

Traurig

Bei Verlust, Trauer und grauen Tagen

Verträumt

Sanft, schwebend, wie im Halbschlaf

Fröhlich

Leicht, warm und verspielt

Romantisch

Liebe, Sehnsucht und erste Blicke

Inspiriert

Gedichte, die beflügeln

Ängstlich

Rastlose Nächte und klopfende Herzen

Wütend

Feuer, Protest und Trotz

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Rhythmisches Klingen von auf hartem Pflaster;
Ein schwarzer Himmel überzogen von Blau,

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