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Beliebte Gedichte

InspiriertTheodor Fontane

Trost

Tröste dich, die Stunden eilen, Und was all’ Dich drücken mag, Auch das Schlimmste kann nicht weilen, Und es kommt ein andrer Tag. In dem ew’gen Kommen, Schwinden, Wie der Schmerz liegt auch das Glück, Und auch heitre Bilder finden Ihren Weg zu Dir zurück. Harre, hoffe. Nicht vergebens Zählest Du der Stunden Schlag, Wechsel ist das Loos des Lebens Und – es kommt ein andrer Tag.
NachdenklichTheodor Fontane

Summa Summarum

Eine kleine Stellung, ein kleiner Orden (Fast wär’ ich auch mal Hofrat geworden), Ein bißchen Namen, ein bißchen Ehre, Eine Tochter „geprüft“, ein Sohn im Heere, Mit siebzig ’ne Jubiläumsfeier, Artikel im Brockhaus und im Meyer ... Altpreußischer Durchschnitt. Summa Summarum, Es drehte sich immer um Lirum Larum, Um Lirum Larum Löffelstiel. Alles in allem – es war nicht viel.
NachdenklichTheodor Fontane

Mittag

Am Waldessaume träumt die Föhre, Am Himmel weiße Wölkchen nur; Es ist so still, daß ich sie höre Die tiefe Stille der Natur. Rings Sonnenschein auf Wies’ und Wegen, Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach, Und doch, es klingt, als ström’ ein Regen Leis tönend auf das Blätterdach.
InspiriertTheodor Fontane

Frühling

Nun ist er endlich kommen doch In grünem Knospenschuh; „Er kam, er kam ja immer noch“ Die Bäume nicken sich’s zu. Sie konnten ihn all erwarten kaum, Nun treiben sie Schuß auf Schuß; Im Garten der alte Apfelbaum Er sträubt sich, aber er muß. Wohl zögert auch das alte Herz Und athmet noch nicht frei, Es bangt und sorgt: „es ist erst März Und März ist noch nicht Mai.“ O schüttle ab den schweren Traum Und die lange Winterruh, Es wagt es der alte Apfelbaum, Herze, wag’s auch Du.
NachdenklichTheodor Fontane

Ausgang

Immer enger, leise, leise Ziehen sich die Lebenskreise, Schwindet hin, was prahlt und prunkt, Schwindet Hoffen, Hassen, Lieben, Und ist nichts in Sicht geblieben, Als der letzte dunkle Punkt.
RomantischRichard Dehmel

Verklärte Nacht

Zwei Menschen gehn durch kahlen, kalten Hain; der Mond läuft mit, sie schaun hinein. Der Mond läuft über hohe Eichen, kein Wölkchen trübt das Himmelslicht, in das die schwarzen Zacken reichen. Die Stimme eines Weibes spricht: Ich trag ein Kind, und nit von dir, ich geh in Sünde neben dir. Ich hab mich schwer an mir vergangen; ich glaubte nicht mehr an ein Glück und hatte doch ein schwer Verlangen nach Lebensfrucht, nach Mutterglück und Pflicht – da hab ich mich erfrecht, da ließ ich schaudernd mein Geschlecht von einem fremden Mann umfangen und hab mich noch dafür gesegnet.

Gedicht des Tages

Gedichte verschiedener Stimmungen

Nachdenklich

Stille Gedanken über Zeit, Leben und Sinn

Traurig

Bei Verlust, Trauer und grauen Tagen

Verträumt

Sanft, schwebend, wie im Halbschlaf

Fröhlich

Leicht, warm und verspielt

Romantisch

Liebe, Sehnsucht und erste Blicke

Inspiriert

Gedichte, die beflügeln

Ängstlich

Rastlose Nächte und klopfende Herzen

Wütend

Feuer, Protest und Trotz

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Rhythmisches Klingen von auf hartem Pflaster;
Ein schwarzer Himmel überzogen von Blau,

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