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Beliebte Gedichte

VerträumtJoseph von Eichendorff

Winternacht

Verschneit liegt rings die ganze Welt, Ich hab’ nichts, was mich freuet, Verlassen steht der Baum im Feld, Hat längst sein Laub verstreuet. Der Wind nur geht bei stiller Nacht Und rüttelt an dem Baume, Da rührt er seinen Wipfel sacht Und redet wie im Traume. Er träumt von künft'ger Frühlingszeit, Von Grün und Quellenrauschen, Wo er im neuen Blütenkleid Zu Gottes Lob wird rauschen.
FröhlichJohann Wolfgang von Goethe

Mailied

Wie herrlich leuchtet Mir die Natur! Wie glänzt die Sonne! Wie lacht die Flur! Es dringen Blüten Aus iedem Zweig, Und tausend Stimmen Aus dem Gesträuch, Und Freud und Wonne Aus ieder Brust. O Erd o Sonne O Glück o Lust! O Lieb’ o Liebe, So golden schön, Wie Morgenwolken Auf ienen Höhn;
InspiriertJohann Wolfgang von Goethe

Das Göttliche

Edel sey der Mensch, Hülfreich und gut! Denn das allein Unterscheidet ihn, Von allen Wesen, Die wir kennen. Heil den unbekannten Höhern Wesen, Die wir ahnden! Sein Beyspiel lehr’ uns Jene glauben. Denn unfühlend Ist die Natur: Es leuchtet die Sonne Über Bös’ und Gute, Und dem Verbrecher
VerträumtHugo von Hofmannsthal

Vorfrühling

Es läuft der Frühlingswind Durch kahle Alleen, Seltsame Dinge sind In seinem Wehn. Er hat sich gewiegt, Wo Weinen war, Und hat sich geschmiegt In zerrüttetes Haar. Er schüttelte nieder Akazienblüten Und kühlte die Glieder, Die atmend glühten. Lippen im Lachen Hat er berührt, Die weichen und wachen Fluren durchspürt.
FröhlichConrad Ferdinand Meyer

Fülle

Genug ist nicht genug! Gepriesen werde Der Herbst! Kein Ast, der seiner Frucht entbehrte! Tief beugt sich mancher allzureich beschwerte, Der Apfel fällt mit dumpfem Laut zur Erde. Genug ist nicht genug! Es lacht im Laube! Die Pfirsche hat dem Munde zugewunken! Ein helles Zechlied summt die Wespe trunken – Genug ist nicht genug! – um eine Traube. Genug ist nicht genug! Mit vollen Zügen Schlürft Dichtergeist am Borne des Genußes, Das Herz, auch es bedarf des Ueberflußes, Genug kann nie und nimmermehr genügen!
FröhlichWilhelm Busch

Es sitzt ein Vogel auf dem Leim

Es sitzt ein Vogel auf dem Leim, Er flattert sehr und kann nicht heim. Ein schwarzer Kater schleicht herzu, Die Krallen scharf, die Augen gluh. Am Baum hinauf und immer höher Kommt er dem armen Vogel näher. Der Vogel denkt: Weil das so ist Und weil mich doch der Kater frißt, So will ich keine Zeit verlieren, Will noch ein wenig quinquilieren Und lustig pfeifen wie zuvor. Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

Gedicht des Tages

Gedichte verschiedener Stimmungen

Nachdenklich

Stille Gedanken über Zeit, Leben und Sinn

Traurig

Bei Verlust, Trauer und grauen Tagen

Verträumt

Sanft, schwebend, wie im Halbschlaf

Fröhlich

Leicht, warm und verspielt

Romantisch

Liebe, Sehnsucht und erste Blicke

Inspiriert

Gedichte, die beflügeln

Ängstlich

Rastlose Nächte und klopfende Herzen

Wütend

Feuer, Protest und Trotz

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Rhythmisches Klingen von auf hartem Pflaster;
Ein schwarzer Himmel überzogen von Blau,

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